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WIDE BALL

1. Beurteilung eines Wides
(a) Falls der Bowler einen Ball bowlt, der kein No Ball ist, hat der Schiedsrichter diesen als Wide zu betrachten, wenn seiner Meinung nach der Ball, nach der Definition in nachfolgendem Abschnitt (b), den Schlagmann an seiner aktuellen Position weit entfernt passiert und ihn auch weit entfernt passiert hätte, wenn dieser in einer normalen Abwehrhaltung gestanden hätte.
(b) Der Ball ist als weit entfernt den Schlagmann passierend zu betrachten, wenn er sich nicht genügend nahe innerhalb dessen Reichweite befindet, sodass dieser ihn mit seinem Schläger unter Ausführung eines normalen Cricketschlages schlagen kann.


2. Ausschlusskriterien für den Wide
Der Schiedsrichter darf einen Wurf nicht als Wide betrachten,

(a)
wenn der Schlagmann durch seine Bewegung

(i)
bewirkt, dass der Ball ihn weit entfernt passiert, wie im vorhergehenden Abschnitt 1(b) definiert, oder
(ii) den Ball genügend nahe innerhalb seiner Reichweite bringt, sodass er ihn mit einem normalen Cricketschlag treffen könnte.
(b) wenn der Ball den Schläger oder Körper des Schlagmanns berührt.


3. Ansage und Anzeigen eines Wide Ball
(a) Wenn der Schiedsrichter einen Wurf als Wide betrachtet, muss er Wide ansagen und anzeigen, sobald der Ball das Wicket des Schlagmanns passiert hat. Der Wurf gilt allerdings schon vom Zeitpunkt des Wurfes an als Wide, obwohl er erst als Wide angesagt werden kann, nachdem er das Wicket des Schlagmanns passiert hat.
(b) Der Schiedsrichter muss die Wide-Ansage zurückziehen, wenn es danach zu einer beliebigen Berührung zwischen dem Ball und dem Schläger oder Körper des Schlagmanns kommt.

(c)
Der Schiedsrichter muss die Wide-Ansage zurückziehen, wenn der Wurf als No Ball angesagt wurde. Siehe Regel 24.10 (Vorrang des No Ball vor dem Wide).


4. Ball im Spiel
Der Ball ist bei Ansage eines Wide Ball nicht tot.


5. Strafe für einen Wide
Bei Ansage eines Wide Ball wird sofort eine Strafe in Höhe von einem Lauf gewährt. Wenn die Ansage nicht zurückgezogen wird (siehe vorhergehende Abschnitte 3(b) und (c)), gilt diese Strafe selbst dann, wenn ein Batsman ausscheidet. Sie wird zusätzlich zu allenweiteren erzielten Läufen, Grenzschlag-Punkten und allen weiteren Läufen aus
Strafpunkten gewertet.


6. Aus einem Wide resultierende Läufe – Zählweise
Alle durch die Batsmen vollendeten Läufe oder Grenzschlag-Punkte werden, zusammen mit der Strafe für den Wid Ball, als Wide Balls gewertet. Abgesehen von etwaigen gewährten 5-Punkte-Strafen werden alle aus einem Wide Ball resultierenden Läufe dem Bowler angerechnet.


7. Ignorieren eines Wide Ball im Over
Ein Wide zählt nicht als ein Ball des Overs. Siehe Regel 22.3 (Gültigkeit der Bälle).


8. Ausscheiden nach einem Wide
Wenn Wide Ball angesagt wurde, können beide Batsmen nur nach einer der Regeln 33 (Handled the Ball), 35 (Hit Wicket), 37 (Obstructing the Field), 38 (Run Out) oder
39 (Stumped) ausscheiden.

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