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Die Schläger (the Bat)

1. Der Schläger
Der Schläger besteht aus zwei Teilen: einem Griff und einem Blatt.

2. Abmessungen
Alle Angaben in den nachfolgenden Abschnitten 3 bis 6 unterliegen den in Anhang E angegebenen Maßen und Einschränkungen.

3. Der Griff
(a) Ein Ende des Griffs ist im Blatt in eine Vertiefung eingelassen und dadurch mit dem Blatt fest verbunden. Der Griffteil, der sich gänzlich außerhalb des Blatts befindet, wird als oberer Griffteil bezeichnet. Der Griff stellt einen geraden Schaft dar, an dem der Schläger gehalten wird. Der Rest des Griffs (der untere Teil) erfüllt einzig und allein die Funktion, das Blatt und den Griff zusammenzuhalten. Er ist damit kein bautechnischer Bestandteil des Blatts. In den Regeln der nachfolgenden Abschnitte 5 und 6 bezieht aber die Nennung des Blatts den unteren Griffteil mit ein, falls zutreffend.
(b) Der Griff muss hauptsächlich aus entsprechend verleimtem Bambus und/oder Holz bestehen. Der obere Griffteil ist mit einer Schnur umwickelt.
(c) Bei Beachtung des nachfolgenden Abschnitts 7 darf der obere Griffteil auch mit anderen Materialen überzogen sein, die der Griffigkeit dienen. Diese Deckschichten sind ein Zusatz und kein fester Bestandteil des Schlägers. Hierzu sind jedoch auch die Bestimmungen des nachfolgenden Abschnitts 8 zu beachten.
(d) Ungeachtet der nachfolgenden Abschnitte 4(c) und 5 dürfen sowohl die Schnurwicklung als auch andere Deckschichten über die Verbindung von Griff und Blatt hinausgehen, also teilweise die in Anhang E definierte Basis des Blatts bedecken.

4. Das Blatt
(a) Das Blatt umfasst den gesamten Schläger ausschließlich des im vorhergehenden Abschnitt als Griff definierten Teils. Das Blatt verfügt über eine Vorderseite, eine Rückseite, eine Spitze, Kanten und eine Basis. Siehe Anhang E.
(b) Das Blatt darf nur aus Holz bestehen.
(c) Weder in noch auf dem Blatt oder dem unteren Griffteil darf sich Material befinden, das nicht durch den vorhergehenden Abschnitt 3(d) und die nachfolgenden Abschnitte 5 und 6 genehmigt ist. Eine Ausnahme bilden das Klebematerial und der Klebstoff, die in minimaler Menge einzig und allein zum Fixieren der erlaubten Materialien beziehungsweise zur Befestigung des Griffs am Blatt verwendet werden.

5. Deckschichten auf dem Blatt
Auf dem Blatt dürfen kommerzielle Erkennungszeichen angebracht sein. Auf Schlägern vom Typ A und Typ B dürfen nur die im nachfolgenden Abschnitt 6 angegebenen Deckschichten angebracht sein. Bei Schlägern des Typs C darf das Blatt mit einem Stoff bedeckt sein. Es kann behandelt werden, wie im nachfolgenden Abschnitt 6 beschrieben. Eine derartige Deckschicht stellt einen zusätzlichen Bestandteil dar, der nicht fest zum Schläger gehört. Hierzu sind jedoch auch die Bestimmungen des nachfolgenden Abschnitts 8 zu beachten.

6. Schutz und Reparatur
Bei Einhaltung des vorhergehenden Abschnitts 4 beziehungsweise des nachfolgenden Abschnitts 7 gilt:
(a) Ausschließlich zum Zwecke
(i) des Schutzes vor Oberflächenschäden an der Vorderseite, den Kanten und der Basis des Blatts oder
(ii) der Reparatur des Blatts nach Beschädigung darf Material, das weder bei Aufbringung auf das Blatt noch danach starr ist, auf diese Oberflächen aufgetragen werden. Derartiges Material darf an keiner Stelle über die
Rückseite des Blatts herausragen, es sei denn, der vorhergehende Abschnitt (ii) ist erfüllt, und das Material bildet eine dauerhafte Deckschicht, die den beschädigten Bereich abdeckt.
(b) Festes Material darf am Blatt zur Reparatur von nicht oberflächlichen Schäden verwendet werden. Daneben ist es bei den Typen B und C auch zulässig, zur Vorbeugung gegen Schäden an der Spitze und/oder an den Kanten parallel zur
Vorderseite des Blatts Material anzubringen. Das einzige Material, das eingesetzt werden darf, ist Holz mit minimalen Mengen notwendiger Klebemittel.
(c) Zur Vorbeugung gegen Schäden an der Spitze darf auf diesem Teil des Blatts Material eingesetzt werden, das allerdings an keiner Stelle über die Vorder- und Rückseite oder die Kanten des Blatts hinausragen darf.
(d) Die Oberfläche des Blatts darf mit nicht festen Materialen behandelt werden, um den Schläger vor dem Eindringen von Feuchtigkeit zu schützen und/oder der natürlichen Verfärbung des Holzes entgegenzuwirken. Abgesehen von den Maßnahmen zur Nachbesserung natürlicher Verfärbungen des Holzes mit dem Ziel, wieder für eine optisch einheitliche Oberfläche zu sorgen, darf eine derartige Behandlung die Farbe des Blatts nicht grundlegend verändern.
Alle in den vorhergehenden Abschnitten (a), (b), (c) oder (d) angegebenen Materialien sind Zusatzoptionen zum Blatt und bilden keinen Bestandteil des Schlägers. Hierzu sind jedoch auch die Bestimmungen des nachfolgenden Abschnitts 8 zu beachten.

7. Schäden am Ball
(a) Der Schläger darf weder an bedeckten noch unbedeckten Stellen Bestandteile aus Material aufweisen, dessen Härte und Oberflächenstruktur übermäßige Schäden am Ball verursachen kann.
(b) Ebenso wenig dürfen die Materialien, die ganz gleich zu welchem Zweck am Schläger angebracht sind, übermäßige Schäden am Ball verursachen.
(c) Übermäßige Schäden sind im Sinne dieses Regelwerks Einbußen, die über die normalen Abnutzungserscheinungen hinausgehen, die durch den Aufprall des Balls auf der unbedeckten Holzoberfläche des Schlägers verursacht werden.

8. Kontakt mit dem Ball
In diesen Regeln
(a) bedeutet die Nennung des Schlägers automatisch, dass der Schläger in der Hand des Batsman (mit oder ohne Handschuh) liegt, es sei denn, es wird ausdrücklich ein anderer Sachverhalt beschrieben.
(b) ist der Kontakt zwischen Ball und
(i) dem Schläger selbst oder
(ii) der Hand des Batsman, in welcher der Schläger liegt, oder
(iii) einem Teil des Handschuhs an der Hand des Batsman, in welcher der Schläger liegt, oder
(iv) sonstigen gemäß der vorhergehenden Abschnitte 3, 5 oder 6 zugelassenen Materialien so zu betrachten, als ob der Ball den Schläger trifft oder berührt oder der Ball vom Schläger getroffen wird.

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